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Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst "weltwärts"

 

 

 

weltwärts - Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst in Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Asiens

Am 5.1.2007 hat die damalige Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Heidemarie Wieczorek-Zeul die Einrichtung eines öffentlich geförderten "entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes" bekannt gegeben. Das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) verfolgt mit dem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst "weltwärts" das Ziel, auch einkommensschwächeren jungen Menschen die Möglichkeit eines internationalen Engagements zu bieten. Die Nachfrage von jungen Erwachsenen nach ehrenamtlicher Arbeit in Entwicklungsländern ist sehr groß. Darauf möchte die Bundesregierung mit der "weltwärts"-Förderlinie reagieren und das Engagement unterstützen. Den Interessenten soll gleichzeitig die Möglichkeit gegeben werden, internationale Erfahrungen und Qualifikationen zu sammeln, die für ihre berufliche Orientierung und Zukunftsfähigkeit hilfreich sind. So leistet weltwärts auch einen Beitrag zu verschiedenen Aspekten (Völkerverständigung, globales Lernen), die der Zivilgesellschaft ebenfalls zu Gute kommen: Ein Beitrag, den der ICJA bereits seit über 60 Jahren mit seinen internationale Freiwilligendiensten leistet.

Der ICJA war unter den ersten Entsendeorganisationen, die vom weltwärts-Sekretariat anerkannt wurden und entsendet bereits seit Januar 2008 junge Deutsche in den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst.

 

Wer kann an weltwärts teilnehmen?

Junge Erwachsene von 18 bis 28 Jahren, die weltoffen, lernbereit, teamfähig sind, können für einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst entsandt werden. Zudem erwarten wir von unseren Teilnehmenden ein Interesse an den Kulturen und Verhältnissen in den Ländern des Südens und dass sie bereit sind, dort engagiert und tatkräftig für einen Zeitraum von 12 Monaten mitzuarbeiten.

Vom weltwärts-Sekretariat sind unter anderem folgende Teilnahmebedingungen vorgegeben:

  • Hauptschul- oder Realschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung, Fachhochschulreife oder allgemeine Hochschulreife bzw. vergleichbare Schulabschlüsse oder einen Hochschulabschluss sowie
  • möglichst Grundkenntnisse einer im Gastland gesprochenen Sprache
  • Teilnahme am fachlich-pädagogischen Begleitprogramm
  • Bereitschaft die Auslandserfahrungen nach der Rückkehr engagiert in Deutschland einzubringen
  • Deutsche StaatsbürgerInnen oder Nicht-Deutsche mit dauerhaftem Aufenthalt und Aufenthaltsrecht in Deutschland
     

Unterbringung und Betreuung im Gastland

Während eures Freiwilligendienstes werdet ihr von unserer Partnerorganisation vor Ort betreut und begleitet. Die haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des lokalen ICYE-Komitees sind die ersten Ansprechpersonen bei allen Fragen, die während des Auslandsaufenthalts auftreten. Zur Betreuung gehört auch das Seminarprogramm. Auf diesen Seminaren - Einführungscamp, Zwischen- und Endauswertung - trefft ihr junge Menschen aus allen Teilen der Welt, die am Austauschprogramm des Netzwerks von ICYE teilnehmen, also wie ihr gerade einen Freiwilligendienst leisten vom jeweiligen Partnerkomitee betreut werden. Durch die gemeinsam verbrachte Zeit und das gemeinsame Erleben entstehen wichtige Freundschaften, die während des Jahres im Ausland Unterstützung bieten können und oft über die Zeit des Freiwilligendienstes hinaus bestehen bleiben.

Wie bei anderen ICJA-Freiwilligendiensten seid ihr auch als "weltwärts"-Teilnehmende in der Regel in Gastfamilien, manchmal jedoch auch direkt in einem Projekt untergebracht, in dem ihr für die Dauer eures entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes mitarbeitet.

 

Pädagogisches Begleitprogramm

Das BMZ schreibt für einen "weltwärts"-Freiwilligendienst von 12 Monaten 25 Tage pädagogische Begleitung vor. Sie teilen sich auf in: Vorbereitung in Deutschland, Orientierungsseminar, Zwischen- und Endevaluierung im Gastland sowie Auswertungsseminar in Deutschland. Die Teilnahme an diesen Seminaren ist obligatorisch.

 

Wie kann ich mich für einen Freiwilligendienst mit weltwärts bewerben?

Die aktuelle Auswahl an möglichen weltwärts-Einsatzländern sowie einige Beispiele von Projekten, in denen ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst möglich ist, können unter Länder und Projekte eingesehen werden.

Alle Projekte, die unsere internationalen Partner in den weltwärts-Entsendeländern schon jetzt zur Verfügung stellen, müssen jedoch zunächst vom BMZ und der deutschen Botschaft anerkannt werden, um die von weltwärts vorgegebenen Qualitätsstandards zu gewährleisten.

Wir bieten vorerst nur 12-monatige Freiwilligendienste mit einer "weltwärts"-Förderung an, eine Verlängerung ist unter Umständen möglich.

Um sich für einen internationalen Freiwilligendienst im Rahmen der weltwärts-Förderungslinie zu bewerben, muss zunächst ein Online-Formular ausgefüllt werden. Außerdem gehören zu einer vollständigen Bewerbung zwei Referenzschreiben. Bitte folge dem Link für weitere Informationen zum Bewerbungsprozess und den Fristen für den nächste Ausreisetermin.

 

Wie wird der entwicklungspolitische Freiwilligendienst finanziert?

Bevor die Förderlinie weltwärts existierte, war der ICJA auf Teilnahmebeiträge und Mittel aus den Förderkreisen von den ausreisenden Teilnehmenden angewiesen. Diese entfallen jetzt weitestgehend. Damals wie heute macht ein kleiner Teil der Eigenmittel des ICJA Spenden von Mitgliedern und Freunden des ICJA aus. Mit weltwärts werden es jetzt aber vor allem die von den Freiwilligen eingebrachten Spendengelder sein. Bei dem weltwärts-Einsatz im Ausland mit dem ICJA entstehen Kosten für die Organisation, Begleitseminare, Versicherung, An- und Abreise, Unterkunft und Verpflegung und anderes. Bis zu 75 Prozent der anfallenden Kosten (max. 580 Euro pro Dienstmonat) trägt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die übrigbleibenden 25 Prozent der Kosten trägt der ICJA. Die Mitgliedsbeiträge und Einzelspenden können aber nur einen kleinen Teil der anfallenden Beträge abdecken, die gesamten verbleibenden Kosten für den Freiwilligendienst können damit nicht bestritten werden. Diese Kosten müssen über Beiträge des Förderkreises der Freiwilligen finanziert werden. Daher würde sich der ICJA über den Aufbau eines Förderkreises sehr freuen.

 

Was ist ein Förderkreis?

Ziel beim Aufbau eines Förderkreises ist es, eine Gruppe von Menschen zu finden, die deinen Freiwilligendienst mit monatlich bis zu 150 Euro unterstützen. Rechnerisch kann das bedeuten, etwa 10 fördernde Personen/Institutionen zu finden, die 15 Euro oder mehr pro Monat aufbringen. Neben der Mitfinanzierung deines "weltwärts"-Einsatzes erfüllt der Förderkreis aber noch eine andere wichtige Funktion: Im Förderkreis finden sich Menschen zusammen, die am Einsatz, dem Gastland und der ICJA-Arbeit Interesse haben. Auch die Idee vom freiwilligen Engagement im Ausland wird weiter verbreitet. Und so bleiben die Erlebnisse im Gastland nicht allein bei dir, sondern erreichen eine große Anzahl von Menschen. Wer weiß, vielleicht findet dein Engagement sogar den einen oder anderen Nachahmer. Auf jeden Fall erfahren viele Menschen davon, dass du es wichtig findest, einen Beitrag vor Ort, in einem Entwicklungsland zu leisten.

 

 

Ausführliche Informationen und Hintergünde zum entwicklungspolitischen Freiwilligendienst gibt es auf der offiziellen weltwärts-Homepage: www.weltwaerts.de