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Fragebogen für GastfamilienFragebogen (.doc)
Kontakt
Christiane Brückner
Programmleitung Aufnahme
Tel. 030 - 2936 5630cbrueckner(at)icja.de
Soziale Netzwerke
"... Ein Jahr im Ausland hätte ich auch gerne gemacht..."
Soviele Menschen passen in ein Auto in Uganda...
Haben Sie noch Platz für eine/n oder mehrere Freiwillige?
Liebe Familie oder GastgeberInnen, wer von unserem Austauschjahr hört, denkt zunächst einmal und ganz selbstverständlich ans Hinausgehen, unter Umständen an Abenteuer in fernen Ländern, an Fremdheit und Fremdes.
Haben Sie auch schon einmal daran gedacht, sich selbst diesem Abenteuer auszusetzen und sich die weite Welt ins Haus zu holen?
Nichts einfacher als das: Werden Sie Gastfamilie und nehmen Sie einen unserer Austauschjugendlichen aus Costa Rica oder Bolivien, aus Island oder Finnland, aus Indien oder Ghana auf!
Gastfamilien heißt für uns in diesem Zusammenhang nicht nur Familien mit Kindern, sondern auch Paare ohne Kinder, Alleinerziehende oder Wohngemeinschaften.
Der Gedanke, für ein ganzes Jahr einen Sohn oder eine Tochter "auf Zeit" in der Familie zu haben, mag zunächst recht ungewohnt sein. Doch zeigte die Erfahrung vieler bisheriger Gastfamilien, dass die größte Schwierigkeit der Entschluss selbst ist, einen jungen Menschen aufzunehmen. Zu einem solchen Entschluss wollen wir Ihnen mit diesen Zeilen Mut machen.
Die Freiwilligen sind zwischen 18 und 28 Jahre alt und zumeist gerade mit der Schule fertig, StudentInnen oder auch Jugendliche, die in der Berufsausbildung stehen. Eine kleine Anzahl der Teilnehmenden ist auch älter. Ihre Interessen sind so breit gestreut wie die Länder, aus denen sie stammen. Sie kommen nach Deutschland, um hier einen Freiwilligendienst zu leisten. Sie wollen einen Einblick in soziale Betätigungsfelder erhalten. Und natürlich wollen sie vor allem dieses Land, seine Kultur und Menschen kennen lernen. Darum möchten sie so viel Kontakte wie möglich haben, sich auseinandersetzen, sich eine Meinung bilden.
Es stecken für junge Menschen und Erwachsene Chancen und Risiken in einem Austauschjahr, inklusive der Möglichkeit, sich selbst infrage zu stellen. Vieles, was zuvor selbstverständlich war, tief verwurzelt und fest gegründet, beginnt zu wackeln, wird fragwürdig. Spannungen und Gegensätze bleiben nicht aus. Sie sind aber kein notwendiges Übel, sondern ein lebenswichtiger Bestandteil eines wirklichen Austausches. Nur durch die Auseinandersetzung mit dem Anderen, dem Ungewohnten wird gegenseitiges Verstehen und Lernen möglich.
Dieser Prozess beginnt schon bei den anfänglichen Sprachschwierigkeiten. Sie machen oft Gespräche zunächst etwas mühselig. Aber nach einem Vierteljahr sind diese Sprachbarrieren in der Regel überwunden. Diese Zeit verlangt von beiden Seiten einige Geduld, weil das gegenseitige Kennenlernen, die Aufklärung von Missverständnissen im Umgang miteinander und die Abstimmung der unterschiedlichen Denkweisen Einfühlungsvermögen, Anteilnahme und Gelassenheit erfordern. Dabei besteht die Hauptschwierigkeit oft im mangelnden Ausdrucksvermögen der Jugendlichen in unserer Sprache.
Und die finanzielle Seite?
Ein Austauschjugendlicher ist nicht teurer als ein eigenes Kind; für Kleidung, Ausgaben bei Reisen, Klassenfahrten und manches andere sind die Gasteltern nicht verantwortlich. Die leiblichen Eltern und der ICJA sind grundsätzlich für alle größeren Ausgaben zuständig. Gegen Krankheit und Unfall sind die Jugendlichen in ausreichendem Maße versichert. Außerdem besteht eine Haftpflichtversicherung, um möglichst jedes Risiko zu vermeiden.
Wir fragen die Freiwilligendienststelle, ob sie dem Austauschjugendlichen ein Taschengeld zahlen können als Anerkennung für sein Engagement. Unsere finanziellen Möglichkeiten sind zwar sehr begrenzt, aber wenn es notwendig sein sollte, übernehmen wir auf Antrag diesen Betrag. Einzelheiten werden in einem persönlichen Gespräch vor Beginn des Austauschjahres geklärt.
Das Austauschjahr beginnt in der Regel jeweils Ende August und endet voraussichtlich Mitte bis Ende Juli des darauffolgenden Jahres. Schon feststehende Ferienpläne sollen davon nicht durchkreuzt werden: Im persönlichen Gespräch mit Ihnen werden solche Fragen und Probleme besprochen und gelöst werden.
Um das Austauschjahr und alles, was damit zusammenhängt, überschaubarer zu machen, können Gastfamilien eine ausführliche Informationsbroschüre von unserer Geschäftsstelle anfordern.
Wie unterstützen wir Sie bzw. den Austauschjugendlichen im Austauschjahr?
Wir selbst bieten während des Jahres Ihnen und den Jugendlichen verschiedene Möglichkeiten des Lernens und Verstehens an. Jährlich führen wir zum Beispiel ein Seminar für Gastfamilien durch. Das Orientierungsseminar am Anfang des Austauschjahres, das Zwischenauswertungsseminar im Dezember, sowie die Auswertungskonferenz, die gleichzeitig als Vorbereitung der deutschen Austauschjugendlichen dient, sind Angebote an unsere internationalen Austauschteilnehmer/innen. Alle diese Möglichkeiten dienen in erster Linie dazu, ein kritisches Bewusstsein zu fördern, sich mit den drängenden Themen unserer heutigen Welt auseinander zu setzen, sich zu verändern, aktiv zu werden in seinem eigenen Umfeld, für eine Veränderung der Welt, hin zu mehr Gerechtigkeit und Menschlichkeit.
Die Mitarbeitenden des ICJA in den Regionalgruppen und in der Geschäftsstelle wissen um die Fragen und Probleme, die in dem spannungsreichen Prozess eines solchen Austauschjahres auftreten können. In erster Linie sind die regionalen Mitarbeitenden Ihre direkten AnsprechpartnerInnen. Eine persönliche Begleitung während des Austauschjahres gehört dazu. Natürlich versuchen wir bei unseren Vorschlägen zur Platzierung von Austauschjugendlichen in die Familien nach besten Kräften, die beiderseitigen Wünsche und Interessen aufeinander abzustimmen. Sollte Ihnen in Anbetracht Ihrer spezifischen Situation zum Beispiel ein Jahr zu lang erscheinen, so sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch dankbar, wenn Sie anbieten können, eine/n Jugendliche/n für drei oder sechs Monate aufzunehmen.
So sieht also das Abenteuer, Gastfamilie zu sein, aus. Gerne stehen wir für Ihre Fragen zur Verfügung, die Mitarbeitenden unserer Geschäftsstelle freuen sich auf Ihren Anruf.
Wenn Sie eine/n Exchangee aufnehmen möchten:
Wenn Sie schon jetzt Interesse haben, einen Exchangee aufzunehmen, dann füllen Sie bitte den Fragebogen (s.unten) aus und senden ihn an die Geschäftsstelle des ICJA in Berlin.
Wenn Sie noch Fragen haben, kontaktieren Sie uns bitte. Wir erklären Ihnen gerne alles weitere.
