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Gemeinsam für noch höhere Qualität

 

Projekt zur Verbesserung der Zusammenarbeit für bestmögliche Freiwilligendiensterfahrungen in Deutschland und den mittel- und osteuropäischen Partnerländern des ICJA

ICJA Freiwilligenaustausch weltweit und seine Partnerorganisationen in Russland, der Ukraine und der Republik Moldau führen seit November 2008 ein gemeinsames Projekt zur Qualitätssteigerung bei der Durchführung und Begleitung von internationalen Freiwilligendiensten zwischen Deutschland und den Ländern Mittel- und Osteuropas durch. Der Fokus dieser Kooperation liegt dabei sowohl auf der Entsendung deutscher Freiwilliger in die mittel- und osteuropäischen Staaten als auch auf der Aufnahme von jungen Freiwilligen aus diesen Ländern in Deutschland.

In diesem Projekt bearbeiten je zwei Vertreterinnen der beteiligten Organisationen ICJA (ICYE Deutschland), Lastotschki (ICYE Russland), ADVIT (ICYE Moldau) und Alternative V (Ukraine) gemeinsam  inhaltliche Fragen zur Verbesserung der Zusammenarbeit im Freiwilligenaustausch. Das Projekt umfasst insgesamt vier Treffen, jeweils eines in jedem der Partnerländer. Die Treffen in Russland und Moldau wurden bereits im Jahr 2009 durchgeführt. In der Ukraine wurde sich im März 2010 getroffen. Das abschließende Treffen wird im August 2010 in Berlin statt finden. Jedes der Treffen hatte seinen eigenen inhaltlichen Schwerpunkt:

  • in Chisinau (Republik Moldau): Akteure im und Bedeutung von Freiwilligendienst
  • in Samara (Russische Föderation): Seminaraufbau und -methoden
  • in Kiew (Ukraine): Engagement und Öffentlichkeitsarbeit

Bei der Veranstaltung in Berlin wird die ehrenamtliche Arbeit und offene Fragen, die sich im Hinblick auf die weitere Zusammenarbeit ergeben, im Mittelpunkt stehen.Zu jedem der bisherigen Treffen gehörte auch der Besuch mindestens einer Einsatzstelle, bei dem sich die Beteiligten direkt vor Ort über die Tätigkeit der Freiwilligen und die Zusammenarbeit zwischen Aufnahmeorganisation und Einsatzstelle im jeweiligen Gastgeberland informieren konnten.Das Projekt wird Ende 2010 abgeschlossen sein. Die Ergebnisse werden in einem Handbuch zusammengefasst, das den Partnerorganisationen als Leitfaden in englischer Sprache bei der Durchführung von Freiwilligenaustauschaktivitäten zur Verfügung stehen wird.

 

Dieses Projekt wird aus Mitteln der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ) gefördert.

Die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (EVZ) ist Ausdruck der Verantwortung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft, die Auseinandersetzung mit nationalsozialistischem Unrecht wach zu halten und für Völkerverständigung einzutreten. Die Stiftung EVZ fördert internationale Projekte in den Bereichen 
- Auseinandersetzung mit der Geschichte, - Handeln für Demokratie und Menschenrechte sowie - humanitäres Engagement für Opfer des Nationalsozialismus. Die Stiftung EVZ wurde im Jahr 2000 gegründet, um Zahlungen an ehemalige Zwangsarbeiter zu leisten. Diese wurden im Jahr 2007 abgeschlossen. An über 1,66 Millionen Menschen in 98 Ländern wurden 4,37 Milliarden Euro ausgezahlt. Weitere NS-Opfer erhielten insgesamt 545 Millionen Euro. Das Stiftungskapital in Höhe von 10,1 Milliarden DM (5,2 Milliarden Euro) wurde vom deutschen Staat und der Wirtschaft zur Verfügung gestellt.



Jährlich fördert die Stiftung EVZ rund 350 Projekte, darunter zahlreiche Vorhaben, die sich mit der Erinnerungskultur der Länder auseinandersetzen, die besonders unter dem Zweiten Weltkrieg gelitten haben. In den Förderprogrammen Geschichtswerkstatt Europa, Partnerschaften Altenhilfe, memoria.Freiwillige für Europas Kulturerbe oder im Begegnungsprogramm wurden zahlreiche Projekte unterstützt, die die Erinnerung an historisches Unrecht reflektieren. Bisher geförderte Projekte können auf der Internetseite der Stiftung EVZ eingesehen werden.