Qualitätsentwicklung im Partner-Dialog
Dialoguing together!
Das Qualitätsentwicklungsprojekt „Dialoguing together! – To enhance and to improve the weltwaerts program in partnership“ ist eine zeitlich begrenzte Begleitmaßnahme des „weltwärts“-Programms des ICJA.
Dieses Projekt knüpft an die vorherige Maßnahme an, in der der ICJA von 2009 bis 2010 gemeinsam mit seinen internationalen Partnern das 1. Jahr mit dem „weltwärts“-Programm evaluiert hat. In der Evaluation wurden die Partner und die ICJA-RegionalreferentInnen auch dazu befragt, was sie benötigen, um die Programmumsetzung zu verstetigen und zu verbessern. Die Antwort darauf fiel sehr eindeutig aus: „Kontinuierlicher und regelmäßiger Dialog und Erfahrungsaustausch.“ Dies begründeten die Befragten damit, dass gute Zusammenarbeit auf einem positiven persönlichen Verhältnis zueinander basiert und es der direkten Begegnung zur Stärkung der Partnerschaft bedarf. Die Qualität der Arbeit soll gewährleistet, gesichert und somit die Handlungskompetenz aller Partner gestärkt werden: Starke Nationalkomitees bilden eine starke ICYE Förderation.
Der ICJA und seine Partner können dabei die Qualität ihrer Arbeit auf einer sehr breiten Grundlage weiterentwickeln: die ICYE Minimal Conditions sind fester Bestandteil im Selbstverständnis der Mitglieder und es gibt Praxisleitfäden, die eine Handlungsorientierung bieten, die auf langjähriger Erfahrung basiert. Zudem fließen Erkenntnisse der jährlichen Evaluationen in die Weiterarbeit ein und förderationsintern gibt es den Training Fund zur Weiterqualifizierung der ICYE KollegInnen.
Das Qualitätsentwicklungsprojekt „Dialoguing together!“ knüpft daran an und verfolgt das Gesamtziel partizipativ und prozessorientiert in regionaler, überregionaler und weltweiter Vernetzung ein internationales Qualitätsmanagement und damit einen sicheren Handlungsrahmen im Rahmen des weltwärts-Programms aufzubauen. Es sollen handlungsorientierende und kompetenzstärkende Arbeitsmittel mit direktem Bezug zum Arbeitsalltag entwickelt sowie Qualitätsentwicklung als greifbarer Prozess gestaltet werden, der die Handlungssicherheit der beteiligten Nationalkomitees stärkt.
Dazu finden drei internationale Workshops zu folgenden Themen statt, an den Partnerkomitees weltweit teilnehmen:
I. Personelle Begleitung der Freiwilligen: der pädagogische Gesamtprozess (in Mosambik)
II. Stärkung der Zusammenarbeit und Kooperationsbeziehungen (in Indonesien)
III. Organisationsentwicklung und Personalqualifizierung/-förderung (in Kolumbien)
Eine internationale Koordinierungsgruppe fasst die wesentlichen Ergebnisse der Workshop-Themen zusammen, identifiziert offene Themen und begleitet den Austauschprozess. Die ICYE KollegInnen treffen sich themenübergreifend zu einer Qualitätstagung in Berlin (März 2011), um sich dort fortsetzend kollegial auszutauschen, offene Themen/Arbeitsprozesse nach dem gleichen Schema zu bearbeiten und ihren Qualitätsentwicklungsprozess systematisch in ein dauerhaftes Qualitätsmanagementkonzept zusammenzufassen.

