Globales Lernen in Seminaren

Das Bildungskonzept Globales Lernen kombiniert die Förderung zu Weltoffenheit und Empathie mit fachübergreifenden Wissensinhalten zu Eine-Welt-Themen und innovativen, partizipativen Lernmethoden. Globales Lernen versteht sich als pädagogische Antwort auf die Globalisierungsprozesse. Wichtig dabei ist, dass Globali­sie­rung nicht ausschließlich als Bedrohung, Konfliktpotenzial oder womöglich Gefahr dargestellt wird, sondern auch als Chance und positive Erfahrung. Global bedeutet in diesem Kontext sowohl weltweit als auch ganzheitlich. Das Globale Lernen hat drei wesentliche Ziele:

1)    Systembewusstsein ausbilden

  • die gegenseitige Abhängigkeit zwischen der eigenen, lokalen Lebenswelt („Alltagswelt“) und globalen Zusammen­hängen ins Bewusstsein rufen
  • sich mit der eigenen Rolle in unserer Gesell­schaft und im Kontext der „Weltgesellschaft“ auseinandersetzen (globale Pro­ble­me sollen nicht als Probleme der (fernen) „Dritten Welt“ abgetan werden)
  • mit den unlösbaren Widersprüchen, Unsicherheiten und der Komplexität des weltweiten gesellschaftlichen Systems umgehen können

2)    Perspektivenbewusstsein schaffen und reflexive
        Standortbestimmung vornehmen

  • ein Bewusstsein der eigenen Identität schaffen und aus diesem heraus mit anderen Menschen in einen offenen Kontakt treten
  • versuchen die Welt aus Sicht der Anderen zu betrachten und sich unter Berücksichtigung dieser verschiedenen Blickwinkel Urteile bilden

3)    Handlungsperspektiven aufzeigen

  • eigene Handlungsmöglichkeiten entwickeln und Verantwortung übernehmen
  • Wege aufzuzeigen, wo und wie man sich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten sozial, politisch und ökolo­gisch engagieren kann

Wie versucht der ICJA diese Ziele in seinen Seminaren zu erreichen?

Seit 2004 sind alle Seminare des ICJA auf der Grundlage des Globalen Lernens konzipiert. Methodisch-didaktisch bedeutet dies:

  • teilhabendes und eigenverantwortliches Lernen: Die Lernenden gestalten den Lernprozess aktiv mit.
  • lebensweltorientiertes Lernen: Der Lernprozess berücksichtigt die Lebenswelt, die Erfahrungen und Kenntnisse der Lernenden und bezieht diese mit ein.
  • auf die Zukunft gerichtetes Lernen: Der Lernprozess orientiert sich an den Erfordernissen für eine nachhaltige Zukunftsperspektive für alle.

Lernen mit allen Sinnen:
Durch Methodenvielfalt und unterschiedliche Lernformen sollen die TeilnehmerInnen dazu befähigt werden, ihr Wahrnehmen, Fühlen, Denken, Urteilen und Handeln miteinander zu verbinden und ihre Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, Selbstkompetenz sowie ihre Handlungskompetenz auszubauen.

Die ICJA-Seminare sind strukturell als ganzheitliche Erfahrungen angelegt:
ICJA Seminare sind Selbstversorger-Seminare, die Teilnehmenden helfen bei der Verpflegung und beim Putzen und übernehmen für bestimmte Aufgaben die Verantwortung. In den Teams arbeiten hauptamtliche MitarbeiterInnen der Geschäftsstelle gleichberechtigt mit Ehrenamtlichen zusammen, es wird darauf geachtet, dass sich Erfahrung, Wissen und Methodenkompetenz ergänzen.

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