Globales Lernen an Berufsschulen

Im Rahmen unseres Projekts „GLOBE – Globales Lernen an Berufsschulen“ bieten wir seit 2010 bundesweit Workshops zu global relevanten Themen im gesellschaftlichen und politischen Kontext an. Sie sind an Berufs- und Fachoberschulen sowie andere beruflichen Bildungsinstitutionen gerichtet. Derzeit erreichen wir pro Jahr in 30-40 Workshops etwa 600-700 Schüler*innen.

Durch interaktive und partizipative Methoden bearbeiten Schüler*innen gemeinsam mit den Globe-Multiplikator*innen das jeweilige Thema. Jeder Workshop ist an die Klasse angepasst und setzt sich als Ziel, zu sensibilisieren, auf Missstände aufmerksam zu machen und dazu anzuregen, neu gewonnene Einsichten in ihren Alltag und das Berufsfeld zu integrieren. Außerdem werden die Schüler*innen, nach Bedarf- über unterschiedliche Möglichkeiten von geförderten Auslandsaufenthalten informiert. Die Angebote haben zum Ziel, die Berufsausbildung in neuen Kontexten anwenden zu können.

Das Projekt wird in enger Kooperation mit dem Entwicklungspolitischen Informationszentrum in Berlin (EPIZ) durchgeführt und derzeit durch das Förderprogramm Entwicklungspolitische Bildung (FEB) und vom Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung Brot für die Welt gefördert.

Die Idee

Die Idee

Wir sind fast täglich damit konfrontiert. Am Arbeitsplatz, an der Bushaltestelle, beim Einkaufen und hinter der Schulbank. Es geht um unser persönliches Handeln und Denken und die daraus entstehenden Folgen. Sie sind uns oft gar nicht so richtig bewusst.     

An diesem Punkt setzt GLOBE an. Wir wollen zum herkömmlichen Lehrplan ein zusätzliches Angebot machen. Die Schüler*innen können sich dabei fokussiert mit den Folgen ihres Handelns beschäftigen. Es besteht darin, das globale Lernen, welches an vielen Schulen längst Alltag ist, vielfältiger zu gestalten. Der bewährte Peer-to-Peer Ansatz - von jungen Erwachsenen für junge Erwachsene, soll dabei helfen, die Schüler*innen für globale Themen zu begeistern. „Mal was anderes“ ist ein häufig gehörter Kommentar zu unseren Workshops und der Grund dafür, dass sie bei den teilnehmenden Klassen meist mit Neugierde, Interesse und Wohlwollen begrüßt werden.

Wenn junge Menschen sich schon in einem Beruf befinden und explizites Fachwissen mitbringen, birgt dies ein enormes Potenzial. Sie können sich mit ihrem Wissen gezielt für notwendige Transformationen einsetzen und von den verschiedenen Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten Gebrauch machen, um globale Ungleichheiten und Missstände zu bekämpfen.

Der ICJA engagiert sich seit fast 70 Jahren für den weltweiten Austausch junger Freiwilliger. Daher hat die Mehrheit der bei GLOBE engagierten Multiplikator*innen selbst einen Freiwilligendienst in einem Land Afrikas, Asiens und Lateinamerikas geleistet und kann aus eigener Erfahrung über die Möglichkeit verschiedener Formate und Programme internationaler Freiwilligendienste berichten. Nach dem persönlichen Bericht der Rückkehrenden wird diskutiert, was man selbst durch die Teilnahme an einem solchen Programm gewinnen kann.

Interessent*innen werden eingeladen an Informationstagen und persönlichen Beratungsangeboten des ICJA Freiwilligenaustausch weltweit teilzunehmen. Ziel ist es, ihnen die Chance zu geben bestehende Programme und Finanzierungen zu nutzen und von der Erfahrung eines Auslandsaufenthaltes zu profitieren.

Werden Sie Kooperationsschule

Werden Sie Kooperationsschule

Das GLOBE-Projekt wird seit 2013 von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung wie auch vom Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag als kompetenter und vertrauenswürdiger Anbieter des Globalen Lernens empfohlen. Die Qualität unserer Bildungsarbeit steht daher unter den vom Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag (BER) entwickelten Qualitätskriterien für entwicklungspolitische Bildungsarbeit und Globales Lernen in den Schulen des Landes Berlin. Darüber hinaus bemühen wir uns um einen engen und regelmäßigen Austausch mit den jeweils verantwortlichen Lehrkräften an den Berufsschulen, um unser Angebot zu verbessern. Schulen die seit Jahren regelmäßig mit dem GLOBE-Projekt zusammenarbeiten, können Kooperationsschulen werden. Zusätzliche Vorteile sind hierbei eine verbindlich geplante Anzahl von Workshops pro Jahr, Materialien für die Vor- und Nachbereitung sowie gegebenenfalls Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Wie sieht das aus?
Sie sind auf der Suche nach interessanten externen Bildungsangeboten für Ihre Projekttage? Sie arbeiten mit Ihren Berufsschüler*innen zu einem bestimmten globalen Thema und möchten dies gern durch Workshops mit externen Referent*innen unterfüttern?

GLOBE bietet halb- oder ganztägige Workshops für Ihre Berufsschule an. Durchgeführt werden sie von jeweils zwei engagierten, jungen Ehrenamtlichen, die durch Fortbildungen von uns zu Multiplikator*innen ausgebildet wurden und von welchen viele einen Freiwilligendienst im Ausland geleistet haben. Die Teamenden verstehen sich selbst nicht als Expert*innen, sondern vielmehr als Vermittelnde des Themas. Beim Workshop selbst steht daher die Erarbeitung und Weiterentwicklung des Themas gemeinsam mit den Schüler*innen im Vordergrund. Durch Anwendung partizipativer Methoden und den geringen Altersunterschied werden die Schüler*innen unmittelbar angesprochen. Eine gleichbleibend hohe Qualität der Workshops wird durch die methodische und inhaltliche Ausbildung der ehrenamtlichen Multiplikator*innen gesichert. Der Zeitpunkt und das Thema können Sie im Vorfeld flexibel mit den Teamenden und dem ICJA absprechen.

Unter der Rubrik „Themen“ finden Sie einen Überblick und ausführliche Beschreibungen zu den angebotenen Themen.

Haben Sie Interesse an einem Workshop in Ihrer Schule?
Dann fragen Sie uns unter Nennung Ihres Wunschthemas und -termins an:

Themen

Themen

Hier finden Sie eine Übersicht über mögliche Themen, die in den Workshops von unseren Ehrenamtlichen angeboten werden können.  Gerne können Sie nach Bedarf auch andere Themen zum Globalen Lernen bei uns anfragen. 

  • Flucht und Asyl

    Flucht und Asyl

    Darf man der Bewegungsfreiheit Grenzen setzen?

    Während die europäischen Länder darüber diskutieren, wie viele geflüchtete Menschen man ihnen „zumuten“ kann, ertrinken seit Jahren fast täglich Menschen im Mittelmeer. Gleichzeitig bekennen sich Europa und Deutschland zu den unverletzlichen Menschenrechten, zu denen auch das Recht auf Asyl gehört. Nach Deutschland geflüchtete Menschen werden in ihren Grundrechten wie der Bewegungsfreiheit eingeschränkt, das Leben wird ihnen durch Eingrenzungen erschwert. Mit den wachsenden Zahlen an Menschen, die nach Deutschland kommen um Krieg, Terror und Elend zu entkommen, nimmt die Hilfsbereitschaft und das Interesse am Zusammenleben aber auch das Misstrauen und die Ablehnung gegenüber Menschen anderer Herkunft in der deutschen Gesellschaft zu.

    Die Teilnehmenden erleben einen Perspektivenwechsel und versetzen sich in die Rolle Geflüchteter. Mit Hilfe von Filmbeiträgen, Gruppenarbeiten und Erfahrungsberichten tauschen sie sich darüber aus, wie die Lebensbedingungen von Geflüchteten in Deutschland und Europa sind. Hierbei reflektieren sie die Privilegien, die sich für sie selbst aus der deutschen Staatsbürgerschaft bzw. ihres Bleiberechts ergeben. Ausgehend davon, dass weltweit alle Menschen mit universellen Rechten ausgestattet sind, hinterfragen die Teilnehmenden aktuelle Politik sowie fremde und eigene Vorurteile. Sie werden dazu befähigt eine auf fundierte Informationen beruhende Position in der aktuellen Debatte zu entwickeln.

  • Ernährung und Globalisierung

    Ernährung und Globalisierung

    Wie beeinflusst unser Konsum Menschenrechte, CO2 und Wasserverbrauch?

    Die Globalisierung begegnet uns jeden Tag schon am Frühstückstisch: Käse aus Frankreich, Orangensaft aus Costa Rica, Äpfel aus Neuseeland und Honig aus Südafrika. Dazu eine Tasse Kaffee, in der 140 Liter Wasser stecken. Woher kommen unsere Lebensmittel? Welche Auswirkungen haben sie auf unsere Umwelt und Mitmenschen auf der ganzen Welt? Wie können wir unser Konsumverhalten nachhaltig gestalten und welche Rolle spielen dabei ökologische Landwirtschaft und fairer Handel?

    Diesen Fragen werden wir uns mit interaktiven Gruppenarbeiten, Filmausschnitten, Wettspielen und Diskussionen widmen. Je nach Wunsch der Klasse kann der Workshop in Verbindung mit gemeinsamem Kochen durchgeführt werden.

    Die Teilnehmenden reflektieren ihre Rolle als Konsument*in in der global organisierten Lebensmittelindustrie und erkennen die sozialen und ökologischen Folgen des vorherrschenden Massenkonsums. Sie lernen einen von Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln geprägten verantwortungsvollen Umgang mit Essen kennen, sowie konkrete Möglichkeiten zum bewussten Konsum. Durch gemeinsames Kochen und Genießen erleben die Teilnehmenden eine positive Haltung zu einer gesunden und verantwortungsvollen Esskultur.

  • Handy global - der Weg meines Handys

    Handy global - der Weg meines Handys

    Ressourcenverbrauch und Arbeitsbedingungen in der weltweiten IT-Industrie.

    Ein Leben ohne Handy oder Computer ist für die meisten von uns kaum mehr vorstellbar. Doch was steckt eigentlich alles in diesen Geräten? Woher kommen die Ressourcen für die Bauteile? Wie werden Handy und Computer produziert? Und was geschieht mit dem alten Gerät, wenn wir es durch ein neues ersetzen? Diesen Fragen kommen wir mit Gruppenarbeiten und einem Planspiel, mit Bildern und Filmen auf die Spur und reisen dabei fast um die ganze Welt.

    Am Beispiel des Handys oder des Computers werden in diesem Workshop die Chancen und Probleme globaler Wertschöpfungsketten im IT-Bereich erarbeitet. Der Zusammenhang zwischen den eigenen Konsumgewohnheiten und den Lebens- und Arbeitsbedingungen anderer Menschen wird deutlich gemacht und persönliche Handlungsmöglichkeiten diskutiert. Die Teilnehmenden denken über ihre Rolle und Position in der weltweiten IT-Wertschöpfungskette nach. Sie erfahren sich selbst als Teil globaler Ausbeutungsverhältnisse und reflektieren ihre Macht oder Ohnmacht als Konsument*in.

  • Global Trade – Macht und Ohnmacht im Welthandel

    Global Trade – Macht und Ohnmacht im Welthandel

    Einblick in die komplexen Strukturen des Weltmarkts und dessen Akteure.

    Das Klassenzimmer wird zum Weltmarkt und die Teilnehmenden simulieren als Vertreter*innen von bis zu sechs Ländern vereinfachte Prozesse des Welthandels. Dabei starten sie mit sehr unterschiedlich verteilten Ressourcen, Produktionsmitteln, Know-how und Kapital. Zusätzlich erleben die Spieler*innen durch Ereignisse wie G7-Treffen, Bürgerkriege und Schuldendienst, dass der Spielverlauf weniger durch persönliches Geschick als durch strukturelle Ungleichheit geprägt wird. Im Anschluss an die Simulation schlüpfen die Teilnehmenden aus ihren Rollen und übertragen das im Spiel Erlebte (z.B. Bündnispolitik, Preisschwankungen, Ohnmachtsgefühle, ...) auf die Realität.

    Die Teilnehmenden fühlen die Ungerechtigkeit der durch reiche Industriestaaten dominierten internationalen Handelspolitik nach. Sie hinterfragen bestehende Institutionen und Diskurse bezüglich des „freien“ Handels und international und regional gültige Regeln. Sie erkennen die bestehenden Machtstrukturen im globalen Handelssystem sowie die sich für sie selbst daraus ergebenden Privilegien. Die Rolle des und der Einzelnen in den Strukturen wird deutlich und Möglichkeiten für eine fairere Handelspolitik diskutiert.

  • Auslandsaufenthalt nach der Berufsschule?

    Auslandsaufenthalt nach der Berufsschule?

    Informationsveranstaltung über internationale Möglichkeiten nach der Berufsausbildung.

    Nach der Ausbildung sich die Zeit nehmen um neue Erfahrungen im Ausland zu sammeln? Eine andere Perspektive auf den eigenen Arbeitsbereich bekommen und Gelerntes aus der Ausbildung in ersten Praxisversuchen umsetzen? Durch kulturellen Austausch sich selbst weiterbilden und reflektieren? Um dies für sich selber entscheiden zu können benötigt man natürlich erst genügend Informationen über Auslandsaufenthalte.

    In der Informationsveranstaltung erzählen die Teamenden nicht nur von ihren persönlichen Erfahrungen, die sie während ihres Auslandsfreiwilligendienstes sammeln konnten, sondern geben den Schüler*innen außerdem die Möglichkeit sich über verschiedene Programmformate von Freiwilligendiensten über Praktika bis hin zu Workcamps zu informieren. Mit Hilfe von  Gruppenarbeiten, Diskussions- und Fragerunden werden die verschiedenen Möglichkeiten kritisch betrachtet. Dabei bekommen die Schüler*innen einen Überblick über das breite Angebot und können dieses mit ihren Bedürfnissen und ihrer eigenen Lebenswelt abgleichen.

    Die Schüler*innen werden durch Informationen über und Reflexion von Auslandsfreiwilligendiensten und ähnlichen Programmen, dazu befähigt eine informierte Entscheidung hinsichtlich der eigenen Teilnahme an solchen Formaten zu treffen. Dabei werden auch insbesondere mögliche Schwierigkeiten, die sich durch einen Auslandsaufenthalt nach einer Berufsausbildung ergeben besprochen und reflektiert.

  • Baumwolle global

    Baumwolle global

    Nachhaltiger Konsum am Beispiel von Textilien

    Viele von uns sind ständig auf der Suche nach den neuesten Modetrends. Doch: Welchen Weg hat das gerade gekaufte Kleidungsstück eigentlich hinter sich? Unter welchen Bedingungen wurde es produziert? Welche Auswirkungen hat dies auf die Umwelt und wer verdient daran wie viel? In diesem Workshop zeichnen wir mit Hilfe von Filmen, Gruppenarbeiten, Rollenspielen und Originalzitaten von Arbeiter*innen die verschiedenen Stationen unserer Kleidung nach. Die Folgen der globalisierten Textilproduktion für Mensch und Natur werden sichtbar. Dabei hinterfragen die Teilnehmenden ihre eigene Rolle im System und diskutieren Alternativen.

  • Gute Arbeit

    Gute Arbeit

    Arbeitsbedingungen weltweit

    Viele haben von den prekären Arbeitsbedingungen in der Textil- und IT-Industrie gehört. Doch wie sehen diese Arbeitsbedingungen genau aus? Warum begeben sich Menschen inausbeuterische Abhängigkeitsverhältnisse und riskieren für einen geringen Lohn ihr Leben? Welche Interessen werden von den jeweiligen Akteuren*innen im Zulieferprozess verfolgt und welchen Einfluss haben wir als Konsument*innen? Anhand eines Planspiels verfolgen wir den Zulieferprozess von Konsumgütern wie Kleidung und Smartphones. Im Fokus stehen dabei Arbeitsrechte bzw. Arbeitsrechtsverletzungen in globalen Zulieferketten sowie die Ausarbeitung konkreter Forderungen zur Verbesserung von Arbeits- bedingungen.

  • Recht auf Menschsein

    Recht auf Menschsein

    Menschenrechte unter der Lupe

    „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen“ (Artikel 1 der Menschenrechtserklärung). In Deutschland scheinen die Menschenrechte selbstverständlich und kaum der Rede wert. Doch ist das die Realität, in anderen Ländern und bei uns? Gelten die Menschenrechte tatsächlich für alle Menschen? Gemeinsam schauen wir uns die Umsetzung und Verletzung von Menschenrechten genauer an. Mit Hilfe konkreter Fallbeispiele, Biographien und unserer eigenen Erfahrung werden wir uns darüber austauschen, inwieweit die weltweit anerkannten Menschenrechte für alle Menschen gleichermaßen gelten. 

  • Größer, höher, weiter

    Größer, höher, weiter

    Soll unsere Wirtschaft unendlich wachsen?

    Deutschland boomt, die Wirtschaft wächst und wächst und wächst … „Zum Glück“, sagen viele, „Wirklich?“, fragen wir uns. Kann die Wirtschaft immer weiterwachsen? Soll sie überhaupt wachsen? Was bedeutet der Wachstumszwang für Umwelt, Gesellschaft und globale Gerechtigkeit? Wäre eine Welt ohne wirtschaftliches Wachstum möglich? In diesem Workshop befassen wir uns mit der Bedeutung von Wachstumszahlen, den Konsequenzen einer auf Wachstum ausgelegten Gesellschaft und Möglichkeiten von glücklichem Zusammenleben jenseits des Wachstumszwangs. Anhand von Gruppenspielen und Quiz, Stationenlernen, Filmausschnitten und Diskussionen zeichnen wir gemeinsam die aktuelle Debatte zum Thema Wirtschaftswachstum nach und hören alternative Ansätze.

  • Wasser

    Wasser

    Ein Menschenrecht?

    4.233 Liter Wasser verbraucht der oder die durchschnittliche Deutsche am Tag, wenn der Wasserverbrauch für alle genutzten Produkte miteinbezogen wird. Gleichzeitig leidet mehr als ein Drittel der Menschen weltweit unter Wassermangel, wiederum der Hälfte davon steht kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung, was gravierende gesundheitliche Folgen hat. Hängt der deutsche Wasserkonsum mit dem Wassermangel in anderen Staaten zusammen? Und hat nicht jeder Mensch Recht auf sauberes Trinkwasser? In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit dem Menschenrecht Wasser. Anhand von interaktiven Gruppenarbeiten, Rollenspielen, Filmausschnitten und Wettspielen nähern wir uns dem Thema „virtuelles Wasser“, Wasserknappheit und -verschwendung, Wasserprivatisierung und Wasserkriege. Wir diskutieren, wie wir unseren Umgang mit Wasser nachhaltig gestalten und uns für ein Menschenrecht auf den Zugang zu Wasser einsetzen können.

Workshops leiten

Workshops leiten

Du hast Lust selbst in einem engagierten Team Workshops zu organisieren? Du interessierst dich für globalpolitische Themen und möchtest dich austauschen, weiterbilden und/oder dein Wissen nach außen tragen? Ist es dir ein Anliegen auf bestimmte Themengebiete aufmerksam zu machen und deine Mitmenschen dafür zu sensibilisieren?

Der ICJA Freiwilligenaustausch weltweit bietet dir mit dem Projekt „GLOBE – Globales Lernen an Berufsschulen“ Fortbildungen und die Möglichkeit, Workshops an Berufsschulen durchzuführen. Themen sind z.B. Menschenrechte, weltweite Arbeitsbedingungen, Ernährung und nachhaltiger Konsum, Ressourcenverbrauch, Gerechtigkeit im Welthandel und einige andere durchzuführen (unter „Themen“ findest du genauere Beschreibungen). Vor dem Einsatz in einer Berufsschule nimmst du an ein bis zwei Wochenendfortbildungen teil und erhältst sowohl methodisches als auch inhaltliches Knowhow und wirst so zur*zum Multiplikator*in für Globalisierungsprozesse. Wichtig ist uns, dass du danach bereit bist, dieses Knowhow in mehreren Workshops mit Berufsschulklassen einzusetzen.

Es werden drei Fortbildungen pro Jahr angeboten.
Hier treffen wir uns, bauen unsere Fähigkeiten aus und lernen mit- und voneinander in dem wir Wissen austauschen, gemeinsam diskutieren, Methoden ausprobieren, uns Vorträge anhören, Workshops mitmachen, eigene Ideen und Erfahrungen einbringen und uns ausprobieren. Ein gemeinsames Fortbildungswochenende zu einem ausgewählten global relevanten Thema lässt uns in die Materie eintauchen und auch unser Team zusammen wachsen.

Ziel der Workshops an den Berufsschulen ist es Schüler*innen für Globalisierungs-prozesse und ihre eigene berufliche sowie persönliche Rolle darin zu sensibilisieren. Die halb- oder ganztägigen Workshops werden zusammen in 2er oder 3er-Teams an einer Berufsschule in Deutschland durchgeführt. Meistens handelt es sich um eine Schule in deiner Region. Hin und wieder reisen wir aber auch in weiter entfernte deutsche Städte. Der ICJA unterstützt dich bei der Planung deiner Workshops, in der Kommunikation mit den Berufsschulen und vermittelt dich an interessierte Schulen weiter. Die Themen der Workshops knüpfen an die Fortbildungen an und können in Absprache mit den interessierten Schulen festgelegt werden. Methodisch wird der Schwerpunkt auf interaktive, lebendige und spielerische Methoden des Globalen Lernens gelegt. Wie das geht, lernst du in den Fortbildungen.

Die Organisation und Umsetzung des Projekts wird größtenteils von einer ehrenamtlichen Koordinierungsgruppe getragen. Alle Multiplikator*innen können die Gestaltung und Entwicklung von GLOBE aktiv mitgestalten.

Hast du Lust Teil unseres Teams zu werden?

Nutze die Chance und melde dich bei uns!
Jede*r ist herzlich willkommen.
Wir freuen uns auf dich.

Ehrenamt

Möglichkeiten für freiwilliges Engagement

Wer sich beim ICJA freiwillig engagieren will, hat dazu viele Möglichkeiten, die wir hier vorstellen wollen.

Publikationen

Gedruckten und digitale Publikationen

Der ICJA gibt zu seinen Themen und Konferenzen Gedrucktes und Digitales heraus, dass man an dieser Stelle bestellen kann.