Young Activists for Peace and Dialogue

Wir erleben derzeit eine zunehmende Radikalisierung von populistischen und offen rassistischen politischen Strömungen in Europa. Ganz besonders werden dabei Ängste und Hass gegen Muslime geschürt. Dies trifft insbesondere Geflüchtete aus arabischen Ländern, deren schwierige Lage durch offene Ausgrenzungen und Diskriminierungen, durch zunehmende Übergriffe auf Unterkünfte von Geflüchteten und einer stetigen Einschränkung des Rechts auf Asyl europaweit immer mehr verschärft wird.

Vor diesem Hintergrund ist es Ziel dieses Projekts, Jugendlichen aus 11 Ländern Europas, aus dem Nahen Osten und der Kaukasusregion die Möglichkeit zu geben, junge Menschen mit anderer Weltanschauung und Religion persönlich kennen zu lernen und nach Wegen zu einem wertschätzenden Dialog zwischen Ihnen suchen. Hierzu bietet Icja diesen Sommer ein Fachkräftetraining und zwei internationale Jugendbegegnungen an.

Hier können die internationalen Teilnehmenden in interaktiven und kreativen Workshopslernen, medial vermittelte Hasspropaganda zu erkennen und menschenverachtender ideologischer Beeinflussung zu widerstehen. Der persönliche Austausch über die Auswirkungen von religiös begründeten Hass und Gewalt und die Auswirkungen dieser Phänomene auf das Zusammenleben der Menschen in den jeweiligen Gesellschaften soll dazu beitragen, dass die teilnehmenden Jugendlichen ihre Rolle als "Friedensstifter" erkennen und auf gesellschaftlicher Ebene aktiv werden können.

Im Resultat kann bei den Teilnehmenden die Erkenntnis wachsen, dass wir eine Weltgemeinschaft aus unterschiedlichen Weltanschauungen, Religionen, Sprachen, Geschichten und Wahrnehmungen sind, die nur auf dem Weg des Friedens vorankommen kann.

Hier eine Übersicht über die geplanten Aktivitäten

26.07. - 4.08.2017 internationaler Trainingskurs Hohensolms

26.07. - 4.08.2017 internationaler Trainingskurs Hohensolms

Der internationale Trainingskurs in der Jugendburg Hohensolms bringt 26 Fachkräfte der Jugendarbeit aus 11 Ländern (Aserbaidschan, Belgien, Deutschland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Israel, Palästina, Russische Föderation, Türkei, United Kingdom) zusammen, um gemeinsam Handlungs-Konzepte gegen die zunehmende Radikalisierung der öffentlichen Meinung gegen Minderheiten und Menschen anderer Weltanschauung und Religionen kennen zu lernen. Als Basis dient das Friedenspädagogische Training „Jugendliche werden Friedensstifter*innen, in dem grundlegende Fertigkeiten zum persönlichen Umgang mit Gewalt und Konflikten trainiert werden können. Ergänzend dazu folgen Methoden aus Trainingskonzepten zur Antidiskriminierungsarbeit und zur Wertschätzung kultureller Vielfalt. Ein wichtiger Aspekt werden auch verschiedene Workshops zur künstlerischen Umsetzung des Themas sein (Theater, Video, gestaltende Kunst, Musik, etc.). Geplant ist auch eine Exkursion zum Anne Frank Haus in Frankfurt, einer Bildungsinstitution, die zahlreiche innovative Aktivitäten zur Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus und Diskriminierung anbietet.

15.08.- 27.08.2017 Jugendbegegnung Friedenswerkstatt Sievershausen

15.08.- 27.08.2017 Jugendbegegnung Friedenswerkstatt Sievershausen

Zu der Jugendbegegnung in der Friedenswerkstatt sind 30 Jugendliche aus den Ländern Aserbaidschan, Belgien, Deutschland, Georgien, Griechenland und Israel eingeladen.

In Workshops und gemeinsamen Aktivitäten werden sie sich und ihre eigene kulturelle Vielfalt kennen lernen und damit einen starken Impuls gegen den zunehmenden Rassismus und der Radikalisierung der öffentlichen Meinung gegenüber Minderheiten und Menschen anderer Weltanschauung und Religionen setzen. Basis ist dabei das Training „Jugendliche werden Friedenstifter*innen“ in dem grundlegende Fertigkeiten zum persönlichen Umgang mit Gewalt und Konflikten trainiert werden können. Ergänzend dazu werden kreative Workshops zum Thema „Wie können in unseren Gesellschaften Diversität und kulturelle Vielfalt (wieder) mehr wertgeschätzt werden?“ Die Workshops und Aktivitäten werden teilweise zusammen mit Asylsuchenden einer Unterkunft im benachbarten Lehrte durchgeführt werden.

19.08. - 31.08. 2017 Jugendbegegnung Wernsdorf

19.08. - 31.08. 2017 Jugendbegegnung Wernsdorf

Zu der Jugendbegegnung bei Berlin sind 30 Jugendliche aus den Ländern Frankreich, Deutschland, Palästina, Russische Föderation, Türkei und aus dem United Kingdom eingeladen.

In Workshops und gemeinsamen Aktivitäten werden sie sich und ihre eigene kulturelle Vielfalt kennen lernen und damit einen starken Impuls gegen den zunehmenden Rassismus und der Radikalisierung der öffentlichen Meinung gegenüber Minderheiten und Menschen anderer Weltanschauung und Religionen setzen. Basis ist dabei das Training „Jugendliche werden Friedenstifter*innen“ in dem grundlegende Fertigkeiten zum persönlichen Umgang mit Gewalt und Konflikten trainiert werden können. Ergänzend dazu werden kreative Workshops zum Thema „Wie können in unseren Gesellschaften Diversität und kulturelle Vielfalt (wieder) mehr wertgeschätzt werden?“ Eine wichtige Inspiration werden dabei die „Tore der Freiheit“ in Wittenberg sein, die in einer Exkursion erkundet werden können. Diese Open Air Ausstellung setzt sich in sieben „Torräumen“ mit Themen wie „Willkommen“, „Spiritualität“, „Jugend“, „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“, „Globalisierung“, „Ökumene und Religion“ und „Kultur“ aus einander weitere Infos siehe: lutherstadt-wittenberg.de/luther-2017/weltausstellung-reformation

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