Workcamps in Übersee

Workcamps in Übersee sind eine gute Möglichkeit mittels solidarischer und gemeinnütziger Arbeit mit Land und Leuten in intensiven Kontakt zu kommen. Oft finden die Camp-Projekte in kleinen Gemeinden in ländlicher Umgebung statt, abseits gängiger touristischer Highlights. Als Freiwillige*r unterliegst du annähernd den lokal üblichen Arbeits- und Lebensbedingungen.  Das bietet dir die Chance einen Ausschnitt der realen Lebenswelt des Gastlandes sehr direkt kennenzulernen.

Workcamp-Suche

Workcamp-Suche

Über die Weltkarte weiter unten findest du die Länder, in denen Partnerorganisationen von uns Workcamps anbieten. Klicke das Land an, in dem du gern ein Workcamp machen möchtest. Darüber gelangst du über einen Link direkt in einer Datenbank, in der unsere Partnerorganisationen ihre angebotenen Workcamps gelistet haben. Hier findest du unter den einzelnen Workcamps alle Details zu Unterkunft, Verpflegung und eventuelle zusätzliche Kosten.

In Herbst und Winter gibt es ein reduziertes Angebote in fast allen Ländern des globalen Südens. Die Vermittlung zur Sommer-Saison 2018 beginnt ab März 2018

Kosten

Kosten

Da internationale Freiwilligenarbeit in der Regel in den Gastländern keine öffentliche Förderung erhält, sind in allem Camps meist noch zusätzliche Gebühren zu entrichten. Damit werden die Kosten für eure Unterkunft und Verpflegung beglichen. Ihr unterstützt aber auch damit die gemeinnützige Arbeit der Freiwilligendienste vor Ort. Es entstehen bei einem Workcamp in Übersee in der Regel folgende Kosten:

  • 99,- Euro Vermittlungsgebühren an ICJA bei Anmeldung
  • Flug- und Reisekosten zum Workcamp
  • Kosten für Visa, Impfungen und Versicherungen
  • oft muss zusätzlich ein finanzieller Projektbeitrag vor Ort geleistet werden - bitte siehe dazu die jeweilige Workcampbeschreibung)

Anmeldung

Anmeldung

Du hast dein Workcamp bereits gefunden? Dann kannst du dich hier dafür anmelden.

Vorbereitung

Vorbereitung

Freiwilligendienste in Workcamps sollen keine „Konsumveranstaltung" sein, sondern die Möglichkeit bieten, sich durch ehrenamtliche Arbeit bei den Gastgebenden nützlich zu machen. Ausserdem bieten sie die Möglichkeit die jeweilige Kultur und die sozialen Verhältnisse im direkten und freundschaftlichen Kontakt mit den Menschen des Gastlandes kennen zu lernen.

Damit dies gelingt, solltet Ihr unbedingt bereit sein, euch vor der Reise intensiv mit dem jeweiligen Land, der eigenen Rolle als Reisender und den gesellschaftlichen Verhältnissen auseinander zu setzen. Hilfreich ist auch die Fähigkeit auf unerwartete Situationen flexibel reagieren zu können und mit einfachsten Verhältnissen zurecht zu kommen. Grundkenntnisse der jeweiligen Landessprache sind von großem Vorteil (in Afrika: Englisch bzw. Französisch, in Asien Englisch bzw. Französisch, in Lateinamerika: Spanisch).

Auch für die Teilnehmenden des Gastlandes ist das Workcamp eine Chance sowohl ihr eigenes Land als auch junge Menschen aus anderen Ländern kennen zu lernen. Damit es ein wirklicher Austausch werden kann, ist es auch hier wichtig sich vorher Gedanken zu machen, welchen Beitrag ich denn als Repräsentiernde*r meines eigenen Landes leisten kann.

Wir bitten dich daher, dich vorab mit den besonderen Problemlagen zu beschäftigen, die durch Nachwirkungen der kolonialen Vergangenheit sowie die ökologischen Kosten des Flugverkehrs verursacht werden. Bestandteil der Vermittlung in ein Workcamp in den globalen Süden ist daher ein individuell vereinbartes Vorbereitungsgespräch (per Telefon oder auch persönlich, Ansprechpartner ist Nikolaus Ell nell(at)icja.de).


ICJA empfiehlt sich zur eigenen Vorbereitung folgende Links und Texte anzuschauen:


- Die Broschüre „Mit Kolonialen Grüßen…“, mit zahlreichen Denkanstößen, zum Download hier

- Chimamanda Ngozi Adichie spricht im TED Talk von der Wirkung von Stereotypen: The Danger of a single Story, zum Anschauen hier  (Das Motto dieser Vorträge lautet: „Ideas worth spreading“)

 

Informationen zum ökologischen Fußabdruck von Flugreisen

ICJA Glossar zu den Begriffen Frieden, Entwicklung, Rassismus und Kultur

Desweiteren ist es uns wichtig darauf hinzuweisen, dass der ICJA weder „Entwicklungszusammenarbeit“ noch „Entwicklungshilfe“ betreibt. Dementsprechend liegt das Ziel eines Workcamps in der interkulturellen Erfahrung der Teilnehmenden. Wir distanzieren uns von der herkömmlichen Definition, in der Entwicklung mit einem bestimmten industriellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozess gleichgesetzt wird, der von allen Ländern durchlaufen werden muss. Durch seine Programm- und Bildungsangebote möchte der ICJA stattdessen für das komplexe Themenfeld Entwicklung sensibilisieren.

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