Freiwilligendienst in Ghana

Catharina in ihrem Projekt

“Meine Hauptaufgaben am Einsatzplatz beinhalteten Assistenz bei Physiotherapie, Unterstützung bei Gesundheitsvorsorge und Hygiene, Assistenz im Unterricht, Gesundheitsaufklärung, Koordination und Einführung von Kurzzeit-Freiwilligen, Handwerksarbeiten in einer orthopädischen Werkstatt und die Betreuung von Kindern mit Behinderungen. Ich wurde eingesetzt in einem Rehazentrum für Menschen mit Behinderungen, einer Werkstatt für orthopädische Hilfsmittel, einer Waisenschule und einem Krankenhaus. Zusammen bilden diese Einrichtungen das Projekt der Heilsarmee.
In dem benachbarten Krankenhaus wird Freiwilligen zusätzlich erlaubt, ein Praktikum zu machen, welches vielfältige Tätigkeiten des Krankenpflegepersonals beinhaltet. Da ich durch alle Stationen der Einrichtungen rotiert bin, wechselte mein Team monatlich. In jeder Gruppe kamen interessierte Menschen auf mich zu, die mich begeistert in ihre Berufe einführten und mir herzlich gerne alle meiner neugierigen Fragen beantworteten. Überall begegnete mir ein aufgeschlossenes Kollegium mit dem ich viele Freundschaften knüpfte und in dem ich mich sehr wohl fühlte. Ernsthaft gebraucht wurde ich dabei zum Glück nirgends. Ich war stets eine willkommene Praktikantin, jedoch keine notwendige oder sogar verändernde Kraft."
 

“Es war eine wahnsinnig intensive Zeit! In verhältnismäßig kurzer Zeit habe ich eine Überfülle an Erfahrungen gesammelt, Menschen kennengelernt, Reisen innerhalb Ghanas unternommen, Fachwissen und Sprache erlernt und Eindrücke aufgenommen. Die vergangenen zwölf Monate waren eine der bisher aufregendsten, wertvollsten und reichsten Abschnitte meines Lebens. Ein Jahr lang ein völlig neues Leben zu führen, bedeutete für mich eine emotionale Achterbahnfahrt, die sich aber sehr gelohnt hat. Täglich werde ich in Ghana vor Herausforderungen gestellt, die mir Spontanität, Aufgeschlossenheit, Selbstbewusstsein und eine Menge Nerven abverlangen. Wie essentiell diese so unscheinbaren Kompetenzen im Alltag sind, ist eine der unzähligen Erkenntnisse, die ich aus dem Freiwilligendienst mitgenommen habe. Auch wurde mir hier klar, dass Erfolg und Zufriedenheit maßgeblich von der eigenen Initiative und dem eigenen Verhalten abhängen. (…) Die Menschen in diesem Land haben meinen Freiwilligendienst am meisten geprägt. Es sind enge Bindungen zu meiner Gastfamilie, meinem ghanaischen Freundeskreis und meinem Kollegium entstanden, die meine Erfahrung in Ghana so unbezahlbar und besonders gemacht haben. Für all diese Personen, ihre dauerhafte Unterstützung und rührende Anteilnahme bin ich unglaublich dankbar, denn sie haben meinen Freiwilligendienst zu einer bleibenden Erinnerung werden lassen. 
 

Samstag ist in Ghana traditionell Waschtag. Meine Gastmutter Christine und ihre Tochter Lawrencia bringen mir das Waschen von Hand bei. Das zweite Foto zeigt Kofi und Dickson, die mir fleißig Sprachunterricht in Twi erteilen.”

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