Internationales Netzwerk
Dank unserer Mitgliedschaft in der weltweiten ICYE-Föderation finden alle ICJA-Freiwillige in über 40 Ländern Unterstützung, Begleitung und Anschluss…
Miteinander leben - Voneinander lernen - Gemeinsam engagieren
ICJA Freiwilligenaustausch weltweit leistet durch internationale Begegnungen und interkulturelle Bildung praktische Friedensarbeit und fördert gesellschaftspolitisches Engagement. Seit über 75 Jahren setzen sich Menschen für den Verein ICJA ein. Wir tun dies freiwillig und ehrenamtlich. Wir ermöglichen es jungen und älteren Menschen aus Deutschland ins Ausland zu gehen und dort in Einsatzstellen ehrenamtlich mitzuarbeiten. Genauso ermöglichen wir es Menschen aus aller Welt, das Gleiche in Deutschland zu tun.
ICJA steht für eine vielfältige, offene Gesellschaft. Der Freiwilligenaustausch fördert Antidiskriminierung, reflektiert Machtstrukturen und setzt sich mit kolonialen Strukturen auseinander. Ziel ist gleiche Teilhabe und gegenseitiger Respekt weltweit.
Freiwilligendienste bei ICJA verbinden ehrenamtliches Engagement mit persönlicher und politischer Bildung. Junge Menschen übernehmen Verantwortung, erweitern ihre Perspektiven und entwickeln Kompetenzen für eine solidarische und demokratische Zivilgesellschaft.
Langjährige internationale Partnerschaften auf Augenhöhe bilden das Fundament der ICJA-Arbeit. Durch Austausch, Dialog und Kooperation fördert ICJA globales Lernen, Solidarität und fördert einen aktiven Beitrag zu Frieden und Verständigung.
ICJA verknüpft soziales Engagement mit globaler Verantwortung. Freiwillige setzen sich mit sozialer Ungleichheit, Klimakrise und nachhaltigem Handeln auseinander – stets mit dem Anspruch, globale Gerechtigkeit gemeinsam zu gestalten.
Eine Kultur der Achtsamkeit prägt Begleitung und Zusammenarbeit beim ICJA. Hohe Standards werden durch interne Evaluation sowie externe Zertifizierungen gesichert und ermöglichen sich weiter entwickelnde, verantwortungsvolle und transparente Austauschprogramme.
Zwei unterschiedliche Interessen standen am Anfang des Jugendprogramms mit den USA. Nach Beendigung des II. Weltkrieges und Niederschlagung des Nazi-Regimes durch die Alliierten machte es sich das US-State-Department zum Ziel, jungen Deutschen eine neue Weltanschauung zu vermitteln und so zur demokratischen Entwicklung in Deutschland beizutragen. Die Church of the Brethren und ihr Gründervater John Eberly wiederum sahen im Schüleraustausch ein Lernprogramm für Frieden, Versöhnung, Ökumene und internationale Verständigung aus christlicher Perspektive. Zunächst entstand ein bilaterales Schulprogramm für Schülerinnen und Schüler aus der BRD und den USA. Ende der 50er Jahre wurde aus dem bilateralen Programm ein multilaterales Programm, an dem auch junge Menschen aus anderen europäischen Staaten teilnahmen (Holland, Schweden, Österreich). Nicht mehr nur mit den USA, sondern auch untereinander begann der Austausch von Teilnehmenden. Höchstens 1000 Zeichen inkl. Leerzeichen
Nun nehmen auch Länder des Südens am Austausch teil (1966: 9 europäische, 2 lateinamerikanische, 3 asiatisch/pazifische Länder sowie ein afrikanisches Land). Der Entwicklungsgedanke gewinnt an Stellenwert. Zum Schulprogramm gesellen sich erste Einsatzstellen in Projekten. Vor dem Hintergrund des Vietnam-Kriegs und der Studentenrevolte wird der Führungsanspruch der Gründungsorganisation in den USA und damit auch die christliche Orientierung hinterfragt. Man fordert die Demokratisierung der Zusammenarbeit der internationalen Partnerkomitees, die im Anschluss auch umgesetzt wird (one country one vote). Die Reflektion der Teilnehmenden über die Nord-Süd-Differenz soll nun aktiv gefördert werden. "Ziel dieses Bewusstwerdungsprozesses soll die kritische Auseinandersetzung mit den sozialen, politischen und ökonomischen Gegensätzen sein und die daraus resultierende Bereitschaft, sich aktiv für Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen" (Protokoll der internationalen Mitgliederversammlung von 1972).
Neben den entwicklungspolitischen Inhalten werden verstärkt umweltpolitische, Gender- und Deutsch-Deutsche Fragestellungen in der inhaltlichen Arbeit aufgegriffen. Ein Programm für benachteiligte Menschen wird geschaffen sowie Überlegungen zum Aufbau eines Ausbildungsprogramms für Programmteilnehmende aus dem Süden angestellt. Der hohe Politisierungsgrad dieser Dekade lässt sich auch an der Entsendung einer "Arbeitsbrigade" nach Nicaragua 1988 ablesen. Ende der 90er Jahre gibt es kein Schulprogramm mehr. 1994 bricht das US-amerikanische Komitee zusammen. Der ICJA und die anderen internationalen Partner arbeiten jedoch weiter. Ende der 90er Jahre ist der ICJA eine Organisation für internationale Freiwilligendiensteinsätze geworden. Damit einher geht der Ausbau der Föderation auf bis zu 34 Länder sowie die Fokussierung auf den Austausch mit Ländern des Südens (ca. 70 % der Teilnehmenden gehen in Länder des Südens.).
Der ICJA bietet Freiwilligendienste inzwischen auch für 6 oder 3 Monate an, mit Ausreisen im Sommer und im Januar. Neben dem klassischen Freiwilligendienst gibt es Programme wie weltwärts, ADiA, FSJ im Ausland, internationale Dienste für verschiedene Lebensphasen und den Europäischen Freiwilligendienst (EVS). Der Ansatz des Globalen Lernens wird in die Bildungsarbeit integriert, u. a. im Projekt „GLOBE – Globales Lernen an Berufsschulen“, bei dem seit 2010 bundesweit Workshops für Schüler*innen stattfinden. Mit der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 entfallen Programme wie FSJ 14c und ADiA als Ersatzdienst. Stattdessen entstehen neue geförderte Formate wie weltwärts und der IJFD, die jungen Menschen internationale Freiwilligendienste ermöglichen.
Der ICJA integriert im August 2013 das Angebot des yap-cfd, sich in einem Workcamp zu engagieren. Es bietet die Möglichkeit, in einer internationalen Gruppe 2-3 Wochen gemeinsam zu leben und zu arbeiten. Gleichzeitig geht der seit 90 Jahren bestehende Verein yap-cfd in der Struktur des ICJA Freiwilligenaustausch weltweit auf. Ab 2014 erweitert der ICJA seine Bildungsarbeit auf europäische Förderprogramme, die den Austausch innerhalb Europas intensivieren. Als Reaktion auf die Flüchtlingskrise führt der Verein 2015 einen Freiwilligendienst von Geflüchteten in Berliner und Brandenburger Einsatzstellen ein. Aus diesem Projekt erwachsen weitere Bemühungen, die Inklusion von Migrant*innen im Rahmen des Projekts „INVOLVE“ zu unterstützen. Mit dem gleichzeitigen Erstarken rechter, populistischer Bewegungen rückt das Thema Anti-Rassismus noch weiter in den Fokus des Vereins. Diesem begegnet der ICJA u.a. mit seiner Beteiligung an der europäischen Allianz „STAR E – Standing together against Racism in Europe“.
Pfingsten 2019 feierte der ICJA sein 70-jähriges Jubiläum in Dessau unter dem Motto "Grenzenlos vereint". Pfingsten 2024 feierte er das 75ste Jubiläum mit dem Titel: "Friede, Freude Freiwilligendienst" in einer Zeit, in der die Zahl der weltweiten Konflikte Jahr für Jahr zunimmt. Sie gehen nicht spurlos am ICJA vorbei. Bereits durch die Corona-Krise musste er mehrfach in den Krisen-Modus wechseln und sofortige Rückreisen organisieren. Durch die Klimakrise hinterfragt ICJA seinen Beitrag zu ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit.
Dank unserer Mitgliedschaft in der weltweiten ICYE-Föderation finden alle ICJA-Freiwillige in über 40 Ländern Unterstützung, Begleitung und Anschluss…
ICJA ist Mitglied in verschiedenen nationalen Dachverbänden und Verbänden. Getreu dem Motto „Gemeinsam sind wir stärker“
ICJA steht für Offenheit: Im Rahmen der Initiative Transparente Zivilgesellschaft machen wir unsere Arbeit transparent.
ICJA ist Teil der Initiative transparente Zivilgesellschaft und verfügt über mehrere Qualitätssiegel
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